Zur Alten Post La Posta, Inh. Frank Schulz

Zur Alten Post „La Posta”
Hattinger Str. 846
44879 Bochum - Linden
Telefon: 0234 / 546 44 32

Historie

Zur Alten Post „La Posta“ – Wir pflegen unsere Tradition

Das Gebäude Hattinger Str. 846 wurde 1996 mit folgendem Text in die Denkmalliste der Stadt Bochum unter der Nummer A 392 eingetragen:

"Das Haus ist ein zweigeschossiges, verschiefertes Fachwerkhaus in Giebelstellung zur Straße und steht auf einem Bruchsteinsockel. Es hat ein Drempelgeschoss und der Eingang in die Gastwirtschaft befindet sich in der rechten Giebelachse. Die hochrechteckigen Fenster sind relativ groß. Das Haus verfügt über ein schweres, historisches Trauf- und Ortganggesims. Den Proportionen nach zu urteilen hat es ein hohes Obergeschoss, Drempel und eine flache Dachneigung. Das Gebäude wird nach der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden sein. Zu dieser Datierung fügt sich auch das schwere, um die Ecke auf die Giebelfassade herumgezogene, Traufgesims.

Das Gebäude ist bedeutend für die Stadt Bochum und besonders den Ortsteil Linden, weil es die alte Lindener Poststation beherbergte. 1847 wurde sie an dieser Stelle eingerichtet und wandelte sich von einer Briefsammelstelle in eine Postexpedition und ab 1856 in eine Personenpoststation.

Die Poststation wurde immer bedeutsamer und Mitte des 19. Jahrhunderts wurde dann das neue Haus gebaut. Das Haus dokumentiert den Baustil einer Zeit ohne Massivbauweise und sollte deshalb erhalten und weiter genutzt werden.

Die alte Poststation lag an einem wichtigen alten Fernverkehrsweg im Bochumer Raum und beherbergte jeher ein Restaurant."

Als Poststation bezeichnete man seit der Gründung der Post im Jahre 1490 eine Relaisstation an einem Postkurs, an der die Reiter und Pferde wechselten. Dabei wurde das verschlossene und versiegelte Postfelleisen wie bei einer Staffel weitergereicht. Eine weitere Aufgabe der Poststationen war es, Kurieren und Postreisenden mit Berechtigungsschein Pferde und eine Begleitung bis zur nächsten Wechselstation zur Verfügung zu stellen und den Reisenden so zu „postieren“.

In der Nähe von Poststationen befanden sich oft sogenannte Speisemeistereien. Auch Schmiede und Stellmacher siedelten sich in der Umgebung an. Nach der Neugründung der Post im Jahre 1490, wurden die Postreiter mitsamt ihren Pferden zunächst in Herbergen untergebracht, weil sich die Postkurse nach dem Aufenthaltsort Maximilians I. richteten und häufig nur kurzfristig bestanden. Nachdem unter Karl V. endgültig feste Postkurse eingerichtet worden waren, entstanden auch feste Poststationen. Größere Poststationen, die Vorläufer der Postämter, unterstanden Postmeistern, die im Sprachgebrauch der von den Thurn und Taxis betriebenen Kaiserlichen Reichspost als „Postverwalter“ oder Commis bezeichnet wurden.

Zur Alten Post „La Posta”

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infola-posta.de
www.la-posta.de

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